Kalmar (Squid) auf Squid Jig aus Queensland, Australien

Südpazifik bei Fraser Island, South Pacific 15.02.2012

Dieses Angelbild bzw. Angelfoto auf unserem flickr (TM) Account

Nachdem wir Fraser Island besucht hatten, übernachteten einige Freunde und ich ganz in der Nähe der Insel auf einem Rastplatz. In der unmittelbaren Umgebung unseres Parkplatzes war eine anglerisch sehr interessante Bucht. In der Abenddämmerung versuchte ich anfangs mit Blinkern und großen Wobblern einen Raubfisch zu überlisten, was allerdings ohne Erfolg blieb. Um auch die Bodenregion der sandigen Bucht befischen zu können, montierte ich im Anschluss verschiedene Gummifische, zuletzt einen etwa 10 cm langen chartreusen Köder. Sobald der Gummifisch in Ufernähe war, konnte ich nun einige Kalmare (Squid) sehen, die meinen Köder verfolgten und gelegentlich attackierten. Es stellte sich jedoch als unmöglich heraus, die durchaus interessierten Squids mit dem Einzelhaken sicher zu fangen. Immer wieder stürzten sich die kleinen Tintenfische auf den Kunstköder, ohne das auch nur ein einziges Mal einer hängen geblieben wäre. Ich beeilte mich, um aus dem Auto einen Köder zu holen, der genau für die Situation konzipiert wurde. Wenig später fischte ich an der gleichen Stelle einen "Squid Jig", einen mit zwei Reihen widerhakenloser Haken besetzten kleinen Wobbler. Die Kalmare interessierten sich leider nichts besonders für den neuen Köder, schließlich packte aber doch noch einer zu - und blieb hängen. Ich musste mit der Landung im Anschluss nur noch warten, bis der Squid seine gesamten Tintenvorräte verspritzt hatte.

Squid caught in the South Pacific near Fraser Island (Australia) on a Squid Jig

Blaufisch, Tailor (Pomatomus saltatrix) aus Australien

Südpazifik, South Pacific 15.02.2012

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Eine Rundreise entlang der Ostküste Australiens führte einige Freunde und mich durch große Teile des Bundesstaates New South Wales. Da ich natürlich auch etwas Angelausrüstung dabei hatte, versuchte ich immer wieder die heimischen Raubfische zu überlisten. Ich konnte zwar verschiedene Fischarten fangen, aber keine Art fraß so häufig und gierig meine Kunstköder wie der Blaufisch (Pomatomus saltatrix), der in Australien "Tailor" genannt wird. Besonders erfolgreich war das Fischen mit schmalen Blinkern zwischen 40 und 60 Gramm, aber auch stromlinienförmige Wobbler waren immer dort erfolgreich, wo nicht 50 Meter und mehr geworfen werden musste. Die Tailor attackierten quasi alles, was sich relativ zügig und blinkend durch das Wasser bewegte. Nach ein oder zwei Blaufischen war dann teilweise ein Köderwechsel nötig, um unvermindert weiter erfolgreich zu sein. Das Angeln auf die Tailor war recht kurzweilig, leider blieb die Durchschnittsgröße der Fische um 30 cm. Da "Pomatomus saltatrix" über 1 Meter lang wird, war ich etwas enttäuscht. Ich hoffte auf interssanten Beifang, was sich aber nur ein einziges Mal ergab. Mitten in einem Schwarm von Tailor konnte ich bei "Sawtell" einmalig einen kleinen Trevally von etwa 1 kg fangen.

Tailor (Pomatomus saltatrix) caught in the South Pacific on a spoon while spinfishing in Australia

Kugelfisch (Pufferfish, Toadfish) aus Queensland, Australien

Südpazifik bei Hervey Bay, South Pacific 20.02.2012

Im Bundesstaat Queensland machten wir bei unserer Reise entlang der Ostküste Australines im Ort "Hervey Bay" halt. Der Südpazifische Ozean war hier recht flach, die maritime Fauna wurde zunehmend tropischer und auch die Wassertemperatur war wesentlich höher als noch im kühleren Süden. Anglerisch besonders interessant war hier eine lange Pier, die über 800 Meter ins Meer hinein ragte. Die Einheimischen fischten hier entweder mit Garnelen auf die kleineren Fische, oder mit lebenden Köderfischen auf die größeren Raubfische wie Giant Trevally, Golden Trevally, Mackerel und Thunfische. Als Spinnangler nutzte ich mein eigenes Sortiment und setzte auf Blinker, Wobbler und Gummifische. Im Morgengrauen wollte ich endlich einen großen Tropenfisch in meine Fotosammlung aufnehmen und so angelte ich an der Spitze der Pier mit schweren Blinkern über 60 Gramm. Die Einheimischen setzten bei diesem Köder auf eine Technik, die ich als "Mini-Speed-Jigging" beschreiben würde. Sie ließen ihre Blinker senkrecht am Pier nach unten, bis zum etwa 6-8 Meter tiefen Grund, dann kurbelten sie so schnell ein wie möglich. Nach etwa 2 Sekunden durchbrach ihr Blinker dann gewöhnlich wieder die Wasseroberfläche. Mir berichteten sie, dass alle tropischen Raubfische in der Lage seien, diese blitzschnellen Köder problemlos zu schnappen. "Je schneller desto besser" war das Motto. Ich versuchte jedoch verschiedene Köderführungen und verließ mich nicht ausschließlich auf die vertikale Angelei. In einer Absinkphase meines schweren Blinkers bekam ich schließlich einen Biss. Zu meiner Enttäuschung und der Belustigung der Einheimischen war es ein großer Kugelfisch (Pufferfish, Toadfish). Der hochgiftige Fisch, der in Japan zu "Fugo" verarbeitet wird, schneidet mit seinem Schnabel normalerweise auch dickers Stahlverfach durch, jedoch war der 3 mm dicke Stahl meines Blinkers wohl zu viel. Mit der Lösezange entledigte ich mich nach dem Foto schnell dieses Fisches und ließ ihn weiterschwimmen.

Toadfish (Pufferfish) caught in the South Pacific (Hervey Bay, Australia) on a spoon

Zander von 82 cm beim Angeln mit Keitech Easy Shiner

Embalse de Mequinenza (Caspe Stausee) 25-30.11.2011

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Marco, Thomas und ich waren für einige Tage zum Angeln nach Spanien aufgebrochen, genauer gesagt an den Embalse de Mequinenza. Dort konnten wir auf ein gemietetes Boot mit Außenborder zurückgreifen, um vor allem die Zander und Barsche des großen Stausees zu befischen. Das Boot wurde zusätzlich beladen mit dem obligatorischen Echolot, einem E-Motor, uns und unseren vielen Ködern. In der Vergangenheit waren es immer wieder große Stückzahlen an Zandern, die uns das Angeln zu einem Erlebnis werden ließen. Richtig große Zander von 80 cm oder darüber waren allerdings nie dabei. Wir ahnten nicht, dass Marco diese lange Durststrecke schon am zweiten Tag beenden würde. Mit einem seiner neuen Lieblingsköder, dem Keitech Easy Shiner in 4 inch, jiggte er eine Felskante ab. Auf ungefähr 9 Metern Wassertiefe und fast unter unserem Boot, kam der Einschlag. Begeistert über den großen Fisch und den tollen Drill konnte Marco nach geglückter Handlandung diesen wunderbaren, gut genährten Zander von 82 cm präsentieren.

Zander von 82 cm beim Angeln mit Keitech Easy Shiner

Zander beim Angeln mit geschlepptem Wobbler

Embalse de Mequinenza (Caspe Stausee) 25-30.11.2011

Der Embalse de Mequinenza hielt in diesem Spätherbst einige Überraschungen für uns bereit. Ein ordentlicher Wetterumschwung in die falsche Richtung mit Luftdruck- und Temperaturabfall am dritten Tag war dabei, aber auch ein etwas anderes Beißverhalten als bisher. Waren in der Vergangenheit alle Köder Trumpf, die über den Gewässerboden hüpften (Jiggen) oder darüber schwebten (Vertikalangeln), ging nun auch Schleppangeln im Mittelwasser sehr gut. Über zum Teil 15 Meter tiefem Wasser fingen wir gute Zander in 3-5 Metern Tiefe. Das war nicht überall so, aber war erst einmal eine Stelle gefunden, gab es regelmäßig "Einschläge" an den Schleppruten. Den besten Fisch beim Abschleppen einer langen Felskante konnte Marco mit diesem schönen 70 cm Zander (Sander lucioperca) landen.

Zander (Sander lucioperca) beim Angeln mit geschlepptem Wobbler

Kapitaler Barsch von 48 cm beim Angeln mit Gummifisch

Embalse de Mequinenza (Caspe Stausee) 25-30.11.2011

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Trotzt der immer kühler werdenen Temperaturen am Embalse de Mequinenza in Spanien fischten Thomas, Marco und ich täglich solange es möglich und erlaubt war. Von Sonnenauf- bis untergang nutzen wir unser Boot mit dem starken Außenbordermotor, um neue Stellen zu finden. An einer ziemlich unscheinbaren (trostlosen) Felskante, die wir vom Ufer steil in den See abfallen sahen, wollten wir ein paar Würfe machen. Alle ähnlichen Stellen die Stunden zuvor hatten nur kleinere Fische gebracht und davon auch nicht besonders viel. Thomas kündigte an, einen Gummifisch-"Dinosaurier" zu fischen, den er schon lange nicht mehr verwendet hatte. Nach zwei Würfen mit dem Profi Blinker Attractor staunten Marco und ich nicht schlecht, als Thomas eine kapitalen Barsch gehakt hatte. Alle Spekulationen es handele sich abermals um einen mittleren Zandern, waren in der Sekunde vergessen, als Thomas kapitaler 48 cm langer Flussbarsch (Perca fluviatilis) die Wasseroberflächte erreichte. Nach schneller Handlandung war ein weiterer unserer vielen Großbarsche gelandet, allerdings mit 48 cm wirklich ein enorm großer.

Kapitaler Barsch (Flussbarsch, Perca fluviatilis) von 48 cm beim Angeln mit Gummifisch

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