Angelbilder vom Embalse de Mequinenza

Der Embalse de Mequinenza, Caspestausee oder auch Mar de Aragon ist ein großer seit 1966 bestehender Stausee in Spanien. Besonders ein guter Bestand an Zander und Wallern, aber auch an Schwarzbarschen und Karpfen ist zu finden.

Angeln mit Kunstköder und ein dicker Karpfen beißt an

Embalse de Mequinenza (Caspe Stausee) 25-30.11.2011

Wir besuchten den Embalse de Mequinenza in diesem Spätherbst, um dort den reichhaltig vorhandenen Raubfischen nachzustellen. Als unsere Lieblingsmethode setzte sich abermals das Jiggen von Gummifischen durch. Zu unserem Erstauen war es erneut möglich, große Schuppenkarpfen auf diese Weise zu überlisten. Besonders an steilen Felskanten und vor allem auf gelbe Köder "schepperte" es von Zeit zu Zeit. Thomas präsentiert hier einen dicken Schuppenkarpfen, der seinen gelben Gummifisch zum Fressen gern hatte und sauber im Maul gekakt wurde (wie üblich, da die Köder wirklich voll inhaliert werden).

Angeln mit Kunstköder und ein dicker Karpfen (Schuppenkarpfen) beißt

Fetter Schuppenkarpfen beim Angeln mit Gummifisch

Embalse de Mequinenza (Caspe Stausee) 25-30.11.2011

Dieses Angelbild bzw. Angelfoto auf unserem flickr (TM) Account

Bei unserer gemeinsamen Tour nach Spanien zum Angeln am Embalse de Mequinenza (auch Mer de Aragon bzw. Caspe Stausee) hatten wir es vor allem auf die Raubfische abgesehen. Meistens angelten wir mit Gummiködern, in der Regel dann mit Gummifischen um 10 cm Länge. Neben vielen Zandern und Flussbarschen stiegen gelegentlich dicke Schuppenkarpfen ein. Besonders an den felsigen Steilkanten "knallten" die Rüssler gelegentlich auf den Kunstköder. Wir vermuten, dass die Fische sich darauf eingestellt haben, Flusskrebse blitzschnell zu verfolgen und einzusaugen und diese letztlich mit unseren Ködern verwechseln.

Schuppenkarpfen beim Angeln mit Gummifisch

Frontalaufnahme eines großen Zanders aus dem Embalse de Mequinenza

Embalse de Mequinenza 03-12.03.2011

Endlich war es soweit, die Reise zu Thomas nach Spanien stand unmittelbar bevor. Wir planten 10 Tage lang die Raubfische des oberen Ebrostausees, des Embalse de Mequinenza zu befischen. Ganz oben auf unserer Liste stand der Zander, dessen Population am Embalse wir als ausreichend groß einschätzten, um regelmäßig einen Fisch ans Band zu bekommen. Soviel zur Theorie. Zuerst musste ich nach Spanien zu Thomas reisen, dann stand noch eine 500 Kilometer lange Autofahrt quer durch die Region Aragonien an, aber was macht man nicht alles um einen Fisch zu fangen. Nach Hinflug und 6 Stunden Fahrt durch teilweise wüstenähnliche und menschenleere Gebiete waren wir da, das "Catfish Camp Caspe" lag vor uns. Zusammen mit dem freundlichen holländischen Betreiber des Camps, Gerd, klärten wir alles Nötige um das Appartement und das 13,5 PS Boot nutzen zu können und entluden kurz darauf so schnell wie möglich unser Auto. Eine Stunde später waren die Ruten montiert, die Köder geladen und wir standen am Jachthafen. "Wow, was für ein großes Teil" dachte ich mir beim Anblick des Stausees, dabei war von dem 110km Embalse de Mequinenza nur eine langgezogene Biegung zu sehen. Wir ließen das Boot an und fuhren zu einigen Stellen, die wir uns auf Satellitenbildern ausgeschaut hatten. Da es schon 17 Uhr war, blieben uns maximal 2 Stunden bis zum Sonnenuntergang. Mit einem ca. 10 cm langen Gummifisch konnte Thomas schnell den ersten Zander fangen, ein tolles Exemplar von knapp über 60 cm. Ich verlor einen Zander beim Versuch der Handlandung, dann war unser erster Angeltag schon vorbei.

Frontalaufnahme eines großen Zanders aus dem Embalse de Mequinenza

Schöner Zander auf Relax Kopyto aus dem Embalse de Mequinenza

Embalse de Mequinenza 03-12.03.2011

Den Beginn des zweiten Angeltags im Catfish Camp Caspe konnte ich kaum erwarten, unter anderem deshalb, weil es in unserer Wohnung ohne Heizung nachts beinahe Null grad geworden war. Ich freute mich auf die Sonne und zusammen mit Thomas brachen wir früh morgens auf, um ein paar Raubfische zu fangen. Wir steuerten wieder die felsigen Kanten an, an denen wir Tags zuvor zwei Zander gehakt hatten, konnten aber außer einem kleinen Zander nicht viel erbeuten. Ein langgezogener Flachwasserbereich brachte die Wende und einige schöne Zander bis 55cm. Diesen Fisch konnte ich auf einen 6,5cm langen Kopyto Gummifisch in natürlichem grün fangen und releasen, wie es hier üblich ist.

Schöner Zander auf Relax Kopyto aus dem Embalse de Mequinenza

Dicker Zander auf Gummifisch aus dem Embalse de Mequinenza

Embalse de Mequinenza 03-12.03.2011

Der zweite Angeltag zusammen mit Thomas im Catfish Camp Caspe ging gut weiter. Nachdem wir einige Zander im Flachen fangen konnten, waren diese Stellen scheinbar ausgefischt. Gegen Mittag versuchten wir es wieder im Tiefen, was Bereiche zwischen 6 und 10 Meter meint. "Bang", die eben noch langsam im Bogen sinkende Schnur an Thomas Rute wurde ruckartig geradegezogen. "Das ist ein Guter" freute sich Thomas und wenig später landete er diesen 69 cm langen Zander (Sander lucioperca). Das wunderschöne Tier hatte einen fluofarbenen kleinen Gummifisch von 10 cm Länge voll inhaliert und musste vor dem Foto erst einmal davon befreit werden.

Dicker Zander (Sander lucioperca) auf Gummifisch aus dem Embalse de Mequinenza

65cm Zander im Sonnenuntergang aus Spanien

Embalse de Mequinenza 03-12.03.2011

Dieses Angelbild bzw. Angelfoto auf unserem flickr (TM) Account

Der zweite Angeltag zusammen mit Thomas am Embalse de Mequinenza neigte sich langsam dem Ende zu. Im Sonnenuntergang, was aktuell gegen 19 Uhr war, fuhren wir wieder in eine Flache Bucht. Wir hatten über den Tag verteilt beide über 10 Zander gefangen und waren zufrieden. Nun wollten wir sehen, ob sich dieses Ergebnis noch verbessern ließ. Ein Wurf an die Uferkante mit meinem 6,5 cm Kopyto bescherte mir einen kleinen Zander. Thomas fischte seinen kleinen Profiblinker Attractor eher parallel zum Ufer. Mit kleinen Sprüngen ließ er den Köder über den kiesigen Grund hüpfen. "Hab einen", wieder schien Thomas einen besseren Fisch gehakt zu haben. Nach der Handlandung zeige sich ein wunderschöner Zander von 65 cm, den wir kurz darauf wohlbehalten zurücksetzten. Thomas machte einen neuen Auswurf, dieses Mal ins Flachwasser direkt am Ufer und bekam einen knallharten Biss. "Ein dicker Karpfen", schätze er, wobei man wissen muss, dass sich die Karpfen dieses Gewässers gerne einmal einen Gummifisch schmecken lassen. Was als Karpfen angekündigt war, entpuppte sich als schwerer Waller, der unaufhaltsam ins Tiefe zog. Langsam und kraftvoll zog er unser Boot hinter sich her und verabschiedete sich in einem versunkenen Baum, den wir auf unserem Echolot schon kommen sahen. "Mist", aber mit einer 0,12er Geflochtenen hatten wir keine Chance.

65cm Zander im Sonnenuntergang aus dem Embalse de Mequinenza

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